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Fresserreise nach Bayern am 01.07.2016 auf Initiative von Tierarzt Dr. Mertlitsch Roland und Unser Lagerhaus Mischfutterwerk Klagenfurt (Reiseleiter Ing. Marjan Cik).

Anlass für die Reise war das Interesse einiger Kärntner Betriebe in die Produktion von Fressern einzusteigen. Hauptgrund liegt darin, dass das Angebot von Einstellern in Kärnten immer knapper wird.

Am Programm der Reise stand die Besichtigung von drei Betriebe die Fresser produzieren. Am Be-trieb Renner Georg wurde die Fresseraufzucht in zwei verschiedenen Stallungen ansehen. Der Betrieb produziert 1500 Fresser im Jahr, hat eine Maistrocknung sowie ein Viehtransportunternehmen. Die Kälber werden hier mit 80-90kg eingestallt und mit ca. 180kg wieder verkauft. Am Betrieb Renner werden eher leichtere Fresser produziert. Getränkt wird mit einem Milchtaxi (Milchaustauscher mit 35% MMP), gefüttert wird mit einer hofeigenen TMR Mischung. Der Milchaustauscherverbrauch pro Kalb beträgt auf diesem Betrieb ca. 23-25kg.
Am Betrieb Aicher Simon wurde dann zu Mittag gegessen. Die Tochter des Hauses betreibt nebenbei noch einen Cateringservice. Nach dem Essen fand die Hofbesichtigung statt. Hier war der Stall schon etwas älter, aber von System gleich wie der vorige Betrieb. Es werde hier 900 Fresser im Jahr produziert. Getränk wird auch hier mit Milchaustauscher mit 35% MMP. Der Unterschied hier war, dass der Betrieb die Fresser bis zu 230kg schwer macht. Die Fütterung war auch hier eine hofeigene TMR. Anschließend wurde noch der Putenstall mit 2400 Puten besichtigt.
Der letzte Betrieb war nochmals ein Highlight nach dem guten Mittagessen. Der Betrieb Höglauer Josef produziert im Jahr 1800 Fresser mit 560 Standplätzen. Nebenbei betreibt er noch zusätzlich ein Lohnunternehmen. Der Betrieb unterscheidet sich enorm von den Zwei bisherigen. Herr Höglauer hat einerseits zwei verschieden Haltungssysteme (Vollspalten, Stroh). Weiters tränkt er seine Kälber nur mit einem 0-Austauscher und verbraucht hierbei nur 15kg pro Kalb. Um die Gabe von weniger Milchaustauscher zu kompensieren, bekommen seine Kälber in der Tränkephase nur Heu, einen Kälberstarter von Garant und Stroh sowie ganze Maiskörner. Er setzt auch noch einen Wasserbauer Fütterungsroboter ein. Um die Futteraufnahme zu steigern wird 9 mal am Tag das Futter frisch vorgelegt. Nach der Tränkephase füttert er auch seine hofeigene TMR. Bei einem Stall bleiben die Kälber bis zur 8. Woche im Warmstall, danach werden sie in den Kaltstall auf Stroh umgestallt. Herr Höglauer hat betont, dass der Grund für den Fütterungsroboter auch die Arbeitszeitersparnis ist. Er kann sich jetzt wieder mehr ums Management kümmern und hat auch den Ausfall von 3% auf 0,5% gesenkt. Nach der Betriebsbesichtigung gab es eine kleine Jause am Betrieb und anschließend traten wir die Heimreise an.
Fresserreise_01.07.2016.jpg  Größer
Abschließend kann man sagen, dass die Reise ein voller Erfolg war. Die Landwirte waren begeistert, aber auch verwundert über die Größe der Betriebe. Für die meisten Betrieb in Kärnten ist das Know How sowie die hohen Investitionskosten Abschreckung genug vor der Fresserproduktion. Aber es werden einige Pioniere damit anfangen, aber nicht in diesen Produktionsmengen.
14.07.2016