Startseite > Fachinformationen > Sonstige

Das Reh ist kein Rindvieh

Mit August werden die Nächte wieder spürbar länger und der Herbst zieht ins Land. Das Jagdjahr steuert nun auf seine Höhepunkte zu. Und wie jedes Jahr stellt sich für Jäger wieder die Frage nach dem Einkauf von Futtermitteln für die Winterzeit.

Gerade die Rehfütterung wurde in den letzten Jahren kritisch gesehen. Vielerorts meinte man, das Rehwild in den warmen Wintern der vergangenen Jahre nicht großartig versorgen zu brauchen

Jäger sind Heger

Dennoch sind Jäger auch "Heger" und viele fühlen sich verpflichtet, das Wild gut über den Winter zu bringen. Außerdem sorgt eine "Ablenkfütterung" nachweislich für einen geringeren Wildschaden in Wald und Feld - wenn die Fütterungen mit für Wild-Wiederkäuer geeignetem Futter beschickt werden. Unpassende Futtermittel führen gerade zum Gegenteil! Eine einseitige Versorgung mit Nährstoffen gleichen die Tiere nämlich durch die Aufnahme von mehr Verbissnahrung aus.

Kraftfutter reicht nicht

Viele Jäger sind der Meinung, dass Heu oder Grummet in den Fütterungen überflüssig ist, da es kaum durch das Wild angenommen wird. Aber Kraftfutter allein ist keine ausreichende Basis für das so wichtige Wiederkauen (Speichelbildung). Eine übermäßige Aufnahme von Kraftfutter führt nur zu einem zu schnellen Absinken des Pansen pH-Werts, was sich anfangs durch gehäuftes Auftreten von Durchfall (verschmutzter Spiegel) bemerkbar macht - aber auch bis zum Verenden des Stückes führen kann.

Nur bestes Grundfutter

Rehbock ©SchliersmannGrößer "Ich bin sicher, dass mein Grummet in Ordnung ist - nur nehmen es die Rehe nicht an!" ist ein viel genutztes Argument gegen Grundfutter. Das Reh ist ein ausgeprägt geruchlich orientiertes Tier und riecht z.B. einen Menschen aus einer Entfernung von 300 bis 400 Metern. Daher muss die Grundfutterqualität außerordentlich hohen Ansprüchen gerecht werden (Trocknung, Vorlage, Werbung), um für die Rehe annehmbar zu sein. Wenn aber die Qualität passt, fressen die Rehe über den Winter unwahrscheinliche Mengen davon.
 
Die Zukunft der Wildfütterung liegt darin, den Tieren in den Futtertrögen nicht nur Kraftfutter anzubieten, sondern auch schmackhaftes Grundfutter.

Natürliches Wildmanagement mit Trophy Äsungsergänzung

Trophy Äsungsergänzung ist speziell auf die Bedürfnisse des heimischen Rot- und Rehwildes abgestimmt:
  • Herbstergänzung
  • Erhaltungsergänzung
  • Energieergänzung
Einsatzempfehlungen und eine Übersicht der Futtersorten finden Sie im Wildfutterprospekt
19.08.2015